Nov 18
Wow, echt schon ein Monat? Verdammt, wie flott die Zeit vergeht. Da kümmert man sich mal eben um sein Studium und schon bricht hier alles in sich zusammen. Hoffentlich hat niemand die Wollmäuse unter der Couch gesehen, die von Wollkatzen gejagt werden, die vor Wollhunden fliehen, die den Wollschäfern weggelaufen sind. Und die Farbe, die von den Wänden blättert. Nee, nee, nee. Schändlich...

Also, gibt's was Neues zu berichten? Eigentlich nicht. Hab die letzten Wochen damit zugebracht, den Theorieteil für die Abschlussarbeit fertig zu schreiben. Komme recht gut voran, was ihr unter anderem daran sehen könnt, dass hier nichts mehr passiert. Ein paar neue Bookmarks zieren meinen Browser und einige davon möchte ich euch nicht vorenthalten.

"Lebenszeichen und Lesezeichen" vollständig lesen

Geschrieben von Lenn

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Okt 18
Sonntag Morgen. Kurz nach acht Uhr. Es klingelt an der Tür. Einmal. Noch einmal. Und zum dritten Mal, inzwischen etwas ungeduldiger. Kann eine Klingel ungeduldig klingen? An diesem Sonntag Morgen hat sie es geschafft. Was in mehrfacher Hinsicht echt unsympathisch wirkte. Erstens war ich noch in meiner Tiefschlafphase, die sich mit der Türklingel verträgt wie Superman mit Kryptonit: Sie schwächelt dramatisch. Zweitens finde ich jedes Geräusch an einem Sonntag Morgen vor frühestens zwei Uhr nachmittags sehr unsympathisch. Drittens war nicht irgendein Sonntag, sondern der erste Advent. Vorweihnachtliche morgendliche Ruhestörung!

Ich schmiss mir meinen Morgenmantel über, schnappte mir mein "WAS IST?!"-Gerät (ein schnuckelig in der Sonne blitzendes Katana) und stapfte verschlafen mordlustig zur Wohnungstür. Ich riss die Tür auf und erledigte mehrere Dinge gleichzeitig, obwohl ich mir derartige Multi-Tasking-Attacken in der tiefschlafphasa interrupta niemals zugetraut hätte: Ich blickte auf zwei genervte Polizeibeamte in jägerwaldpopelauswurfgrüner Uniform, warf das Katana ins Badezimmer, verschluckte meine Fluchtirade, biss mir auf die Zunge und fragte höflichstmöglich: "Ja, bitte?"

Während der eine Polizist die dilletantisch ausgeführten Renovierungsarbeiten im Treppenhaus bewunderte, konterte sein Kollege mit einer Gegenfrage: "Frau Brand?" Diese kapitale Fehleinschätzung könnte darin begründet gewesen sein, dass er desinteressiert auf sein Klemmbrett schaute. Ich war verunsichert. Ging ins Badezimmer, öffnete den Bademantel und schaute nach. Doch, biologisch gesehen eindeutig immer noch 'Herr Brand'. Gut. Ging auf Nummer Sicher, kramte meinen letzten Strafzettelbescheid aus der Dokumentenablage und überprüfte den Briefkopf. "Herrn Lennart Brand". Jup, auch bürokratisch immer noch männlich. Ging zurück zu den beiden Grünen vor meiner Tür.

"Nee, eher so Herr Brand."
Der Polizist schaute auf, guckte irritiert auf mich, auf das Türschild, auf sein Klemmbrett, auf mich und murmelte: "Na dann."
"Was ist denn?"
"Ist das Ihr Motorrad vor der Tür?"
"Ja."
"Mit dem amtlichen Kennzeichen kah ih Trennung zett achtzig?"
"Ja."
"Das, was auf dem Bürgersteig liegt?"
"WAS?!?"
"Frau Br... äh, Herr Brand, würden Sie sich bitte was anziehen und uns nach unten begleiten?"

"Nostalgischer Sonntag (2): Ist das Ihr Motorrad?" vollständig lesen

Geschrieben von Lenn

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Okt 15
Langsam fühle ich mich wie der Snob in der fantastischen, von mir hoch geschätzten FedEx-Werbung von 2003:



FedEx-Werbung @ YouTube

"Hi Tom! Ich weiß, es ist Ihr erster Tag, aber wir könnten wirklich Ihre Hilfe gebrauchen."
"Geht klar."
"Danke, wir hängen gerade ein bisschen hinterher. Das hier muss alles heute noch raus."
"Tjaaaa... aber ich kümmer mich nicht um den Versand."
"Oh, nein nein nein, das ist ganz einfach. Wir nutzen fedex.com, jeder kann damit umgehen."
"Ähem, Sie verstehen nicht ganz. Ich hab ein BWL-Diplom."
"Oooh, Sie haben studiert? In dem Fall muss ich Ihnen zeigen, wie das geht."

Jetzt geht's bei mir leider nicht um sowas Triviales wie einen FedEx Paketversand. Nein, mein Waterloo hat biblische Ausmaße angenommen. Draußen sinken die Temperaturen unter den IQ von Paris Hilton, und das ist wahrlich kein Spaß! Meterdicke Eisschichten blockieren die Auffahrt, das Auto lässt sich nicht mal mehr mit Enteiserspray auf Napalm-Phosphor-Basis aus dem Griff des eisigen Winters befreien und wer zu dieser Zeit ohne antarktisgeprüften Ganzkörperüberlebensanzug vor die Tür tritt, ähnelt binnen Sekunden Han Solo nach seiner unheilvollen Begegnung mit Boba Fett. Und genau in diesem mauscheligen Szenario treffe ich auf meinen Erzfeind dramatischer Trommelwirbel, Tusch unsere Fußbodenheizungssteuerungseinheit!

"Fußbodenheizung goes Impertinenz, brauche Hilfe" vollständig lesen

Geschrieben von Lenn

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